Regeln

Grundsätzlich gilt für alle Verhaltensregeln in der Arena:
• Was nicht verboten ist – ist erlaubt.
• Verhaltet euch fair und sportlich
• Wer sich absichtlich an die Grenzen des Erlaubten begibt um einen Vorteil zu erhalten darf das tun - muss sich aber an Grundsatz 2 erinnern: „Wer das Risiko eingeht, muss die Strafe riskieren“.
• Neben der buchstabengetreuen Auslegung des Regelwerks können sich Schiedsrichter im Fall von „Grauzonen“ auch nach dem unterliegenden Sinn der entsprechenden Regel eine Meinung bilden. Diese wird dann zunächst durch Ermahnung kommuniziert und kann erst danach zu einer Strafe führen.

Regel 1: Anzahl der Spieler

Die Anzahl der Spieler wird grundsätzlich durch die Turnier-Einladung bzw. die Liga-Satzung geregelt. Zusätzlich zur möglichen Spieleranzahl gilt:
1.1. Kann ein Team die geforderte Anzahl Spieler nicht aufbringen, so werden zu Beginn jedes Spiels pro fehlendem Spieler Minuspunkte in Höhe von 10x Hit-Score (MLL 2018´: – 50 Punkte ) vom Team-Score abgezogen. Die Anzahl der Gegenspieler wird angeglichen.
1.2. Auswechslungen können ausschließlich in den Spielpausen vollzogen werden, es sei denn Auswechslungen während der Spielzeit sind ausdrücklich erlaubt. In diesem Fall sind sie so durchzuführen, dass keine Vorteilsnahme für das wechselnde Team entsteht (z.B. mehr Spieler auf dem Feld – oder über einen längeren Zeitraum hinweg weniger Spieler auf dem Feld)
1.3. Verletzungsbedingte Auswechslungen können auch während der Spielzeit vollzogen werden
1.4. Disqualifizierte Spieler dürfen während der Spielzeit nicht ersetzt werden und auch in Folgespielen nicht mehr eingesetzt werden.

Regel 2: Unkontrolliertes Bewegen in der Arena

Nach dem oben erwähnten Grundsatz 1 („Wer durch sein Verhalten im Spiel eine Kollision/etc. mit einem Mitspieler verursacht oder billigend in Kauf nimmt ist schuld – und wird bestraft“.) sind folgende Regelverstöße erst nach einer Kollision durch eine gelbe Karte zu ahnden:
• Das zu schnelle Rennen (unkontrollierbar / gefährdend)
• Unkontrolliertes Springen in den Gegner hinein
• Tätlichkeit / Absichtliches Anrempeln des Gegners
Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters von einer Strafe abzusehen, wenn sich beide beteiligten Spieler einig sind, dass es ein harmloses Versehen war, kein Schaden entstanden ist und beide Spieler sich sportlich fair verhalten haben.

Regel 3: Verbotenes Verhalten in der Arena

Ohne Ausnahme verboten ist in der Arena:
• Auf den Boden legen
• Gegenstände bzw. Deckungen auf der Spielfläche zu übersteigen, überklettern, überspringen
• Das Zuhalten bzw. Verdecken von Sensoren
• Diskutieren mit den Schiedsrichtern während der Spielzeit.
• Ein verbaler, herablassenden Kontakt zu Spielgegnern

Regel 4: Verhalten bei Schussabgabe

Folgende Regeln, sind von den jeweiligen Schiedsrichtern situativ auszulegen:
4.1. Der Phaser muss beim Triggern mindestens 15cm aus der Deckung gehalten werden. Ist der Phaser bei Schussabgabe mind. 75cm von der in Schussrichtung liegenden Deckung entfernt, so muss der Phaser nicht aus der Deckung gehalten werden.

4.2. Das Verrenken des Oberkörpers sowie das Hochziehen der Schulter zur Abwehr von Treffern ist verboten („turtlen“).

4.3. Schießen über Kopf ist erlaubt, wenn der Spieler beim Triggern hinter einer Deckung steht und verboten, wenn der Spieler beim Triggern in Bewegung ist oder sich im freien Feld aufhält.1

Regel 5: „Stalking“

Permanentes, aggressives “nachsetzen“ gegen einen anderen Spieler kann in entsprechenden Spielsituationen als „Stalking“ begriffen werden – und ist dann verboten.
Es werden folgende Verhaltensweisen als „Stalking“ eingeordnet:
5.1. „Nachlaufen“: Wenn ein Angreifer einen Gegenspieler taggt und sich der Gegenspieler von seinem Angreifer weg in eine Deckung hineinbewegt wird es als Stalking bezeichnet, wenn der Angreifer dem Gegenspieler direkt in die Deckung hinterher läuft um ihn nach Ablauf der Remaining-Time erneut zu taggen.
5.2. „Der Aus-Held“: wurde ein Spieler getaggt und befindet sich in der Remaining-Time so wird als Stalking bezeichnet, wenn er, während er sich in der Remaining-Time befindet zu dem Gegen-spieler hinläuft, der ihn getaggt hatte und mit gezogenem Phaser darauf wartet, dass seine Weste wieder aktiviert wird um den Gegenspieler direkt zu taggen.

Regel 6: Schussabgabe an Hindernissen – „Wischen“

Im Grundsatz gilt: Jeder Schuss muss beim Triggern in 15cm Entfernung zum Hindernis abgegeben werden.
Es gilt der gleiche Grundsatz wie oben: „Wer das Risiko eingeht, muss die Strafe riskieren“.
Beim Wischen darf ein Schuss nur abgegeben werden, wenn der Phaser mind. 15cm über der Bande/neben dem Hindernis ist. Wird ein Schuss abgegeben, während der Waffensensor nicht treffbar ist, so wird der Spieler unverzüglich mit einer gelben Karte bestraft.

 

Regel 7: Das Spielfeld

Jede Mannschaft wird durch einen Schiedsrichter zu Ihrem STARTPUNKT („Base“)geführt. Der Startpunkt wird vor dem Spiel durch den Hauptschiedsrichter per Münzwurf entschieden
In der Arena können Coaching-Zonen definiert werden, in denen sich nach Anweisung des Hauptschiedsrichters die Trainer der jeweils am Spiel beteiligten Mannschaften aufhalten dürfen.
Das Entfernen vom Startpunkt vor Ablauf des Countdowns wird mit einer gelben Karte sowie entsprechenden Minuspunkten bestraft.

Regel 8: Das Equipment

• Sichtbare Mängel an der Ausrüstung sind VOR Beginn des Matches dem Hauptschiedsrichter zu melden.
• Die Ausrüstung ist sorgfältig zu behandeln – es handelt sich hierbei um HighTech.
• Mutwillige Änderungen/Modifikationen/Beschädigungen sind strikt untersagt.
• Manipulationen der Ausrüstung jeglicher Art sind strikt verboten und führen zur direkten oder nachträglichen Disqualifikation sowie zum Team-Ausschluss aus der MLL.

Regel 9: Ausrüstung der Spieler

Bei der Wahl der Spieler-Bekleidung gibt es keinerlei Vorschriften, solange Sie keine Bevorteilung des Teams oder des Spielers mit sich bringt.
• Längere Haare dürfen keine Sensoren verdecken und müssen so hochgebunden werden, dass keine Beeinträchtigung der Sensoren vorliegt!
• Es dürfen keinerlei leuchtende oder blinkende Hilfsmaterialien zur Identifizierung der Teammitglieder getragen werden. Auch sind sonstige zur Verständigung bzw. Identifizierung gedachten, technischen Mittel nicht zum Spiel zugelassen

Regel 10: Die Schiedsrichter

• Schiedsrichter haben per Definition einen gewissen Ermessensspielraum in dem sie handeln können. Sie sollen ihre Entscheidungen zu jeder Zeit zum Wohle des Spieles und des Sports treffen.
• bei Uneinigkeit der Schiedsrichter ist die Entscheidung des ersten Schiedsrichters ausschlaggebend
• Alle Schiedsrichter sind berechtigt, einen Spieler zu verwarnen oder des Feldes zu verweisen.
• Alle Schiedsrichter können während des Matches mit elektronischen Kommunikationsmitteln ausgestattet werden.
• Schiedsrichter dürfen Kameras oder andere Aufzeichnungsgeräte mit sich führen.

Regel 11: Disqualifikation /Ausschluss vom Spielbetrieb:

Bei grob fahrlässiger bzw. mutwilliger oder wiederkehrender Verletzung eines Gegenspielers besteht neben der sofortigen Disqualifikation die Möglichkeit dem Spieler durch das entsprechend zuständige Gremium (Turnierveranstalter / Liga-Rat) die Spielerlaubnis dauerhaft zu entziehen